Ans Ende der Welt - Etappe 23: Von Thiviers nach Saint-Médard-de-Mussidan




Wofür wir am Vorabend zu faul gewesen waren, holten wir nun nach und radelten hinauf nach Thiviers. Aber heute lag es ohnehin auf der Strecke und außerdem waren wir wieder einmal auf der Suche nach Kaffee ;-)





Die Landschaft ähnelte der der letzten Tage: große Nationalparks, durch die schnurgerade Straßen führen. Obwohl die Aussicht schön und die Straßen gut ausgebaut waren, machte uns diese Eintönigkeit langsam zu schaffen. Jedesmal, wenn wir auf eine dieser endlosen Straßen unterwegs waren, kamen uns die Kilometer um einiges länger vor.




Kurz vor Périgueux vermissten wir diese Langeweile fast ein wenig, wieder einmal landeten wir für die Stadteinfahrt auf einer großen Straße. Zum Glück war Sonntag und daher nicht allzu viel los! Und auch über einen großen Supermarkt konnten wir uns hier freuen, endlich konnten wir unseren Tageseinkauf erledigen. In Périgueux selbst steuerten wir schnell die Altstadt für einen weiteren Sightseeing-Spaziergang an. Kaum schoben wir unsere Fahrräder durch die kleinen Gassen, entdeckten wir goldene Jakobsmuscheln am Boden, die uns zur Kathedrale lotsten.





Also folgten wir den schönen Wegweisern und spazierten durch die schönen Gassen...




... vorbei am gerade stattfindenen Bauernmarkt ...




... zur riesigen Kathedrale Saint-Front, wo gerade die Sonntagsmesse geendet hatte. Trotzdem versuchten wir unser Glück und bekamen vom Pfarrer persönlich einen weiteren Stempel in unseren Pilgerpass. Er war auch der erste, der neugierig die einzelnen Stempel begutachtete und sich mit uns über die bisher zurückgelegte Strecke unterhielt.





Bestens gelaunt ging es weiter in Richtung der Flusspromenade. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem besonderen Haus vorbei: Eschif oder auch "die alte Mühle", ein Haus aus dem 14. Jahrhundert.




Gleich gegenüber fanden wir am Flussufer der Isle ein schattiges Plätzchen für unsere Mittagspause und verspeisten die gerade gekauften Fertigsalate. Und Baguette, aber schön langsam können wir wohl aufhören das zu erwähnen ;-)






Raus aus der Stadt ging es entlang einer viel befahrenen Straße bergauf, aber größtenteils auf einem eigenen Radweg. Beim Blick zurück konnten wir noch einen schönen letzten Blick auf Périgueux erhaschen.




Bergauf und bergab und bergaaauf und bergab und bergaaaaaauf und bergab ging es den restlichen Tag weiter. Glücklicherweise wieder auf ruhigen Nebenstraßen...






... erst die letzten Kilometer vor Mussidan fanden wir uns mit vielen Autos auf einer großen Straße wieder. Mittlerweile gehen wir davon aus, dass das so sein muss, wenn man auf größere französische Städte zufährt ;-)




Nachdem die Campingplätze um Mussidan sich bereits im Winterschlaf befanden, reservierten wir uns übers Internet wieder ein Zimmer. Als wir zu der dort angegebenen Adresse fuhren, standen wir aber vor einem Altersheim! Okay? Die dort angegebenen GPS-Koordinaten waren einfach falsch und die Eingabe der Adresse auf GoogleMaps fand mehrere Treffer. Nochmals sahen wir uns die Buchungsseite an, klickten durch die Fotos und sahen einen Kirchturm im Hintergrund. Würden wir diese Kirche finden, hätten wir auch die von uns gebuchte Unterkunft! Und tatsächlich: direkt am Kirchenplatz in Saint-Médard-de-Mussidan erkannten wir die Gebäude von den Fotos wieder und bezogen ein wunderschönes Zimmer im Hotes de l´Isle.







Wie immer die Strecke im Schnelldurchlauf, auch heute bitte wieder die endlos geraden Straßen beachten ;-)




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