Ans Ende der Welt - Etappe 17: Von Santenay nach Paray-le-Monial




Die Nacht war überraschend kalt, gerade einmal 7°C hatte es in der Früh! Also packten wir rasch unser Zeug zusammen und radelten los. Schnell fuhren wir wieder entlang einem Kanal, dem Canal du Centre, dem wir auch den ganzen Tag folgen würden. Dort wurde es dann auch Zeit für die längst überfällige Frühstückspause mit Milchbrötchen und Eistee statt Kaffee.



So begeistert wir gestern von der Fahrt durch die Weinberge waren, so enttäuscht waren wir, dass die Landschaft nun eher wieder an die ersten Tage durch Frankreich erinnerte: endlos gerade Strecken und viele verlassene(?) Dörfer. Am See von Montceau-les-Mines gönnten wir uns eine weitere Pause.





Sehr oft fuhren wir heute nicht auf Radwegen oder Nebenstraßen, sondern zum Teil auch auf Bundesstraßen. Der Verkehr hielt sich zum Glück in Grenzen, da Sonntag war. Überhaupt war heute generell sehr wenig los. Keine Radfahrer und auch in den Dörfern kaum Menschen. Dafür trafen wir heute den ersten Fusspilger, auf dem Weg nach Taizé. Eine schöne Begegnung!




Gegen Nachmittag wurde es wieder richtig heiß. In Génelard fanden wir ein schönes schattiges Plätzchen mit Blick auf den kleinen Hafen. Während unserer Radlerei entlang der Kanäle hatten wir schon einige Yachten und Hausboote gesehen und mit Bootsbesitzern getratscht. Fahren dort immerhin gleich schnell wie wir ;-)





Dort machten wir uns auch über unsere Notfall-Müsliriegel mit Himbeeren und Erdbeeren her, die nicht so lecker waren, wie gedacht. Aber seht selbst ;-)




Für die restlichen Kilometer blieben wir einfach auf der Bundesstraße, da ohnehin so wenig los war.





Der geplante Campingplatz Le Mambre in Paray-le-Monial entpuppte sich als äußerst schöner und gepflegter Platz mit vielen Bäumen, Sträuchern und genügend Sitzgelegenheiten. Der Besitzer ist immer am Arbeiten und Organisieren und Tun und hat trotzdem immer Zeit für ein kurzes Gespräch. Wirklich einer der gemütlichsten Campingplätze, auf dem wir bisher waren!






Nachdem wir uns "eingerichtet" und wieder in Menschen verwandelt hatten, fuhren wir noch zu einer kurzen Sightseeingtour nach Paray-le-Monial. Die Satteltaschen blieben am Campingplatz und unsere Fahrräder waren ungewohnt leicht! Wir besuchten die beeindruckende Basilika Sacré-Cœur...





... und fanden auch ein kleines Restaurant mit Blick auf die Basilika ...




... wo wir uns etwas zu essen und zwei Gläser Rotwein bestellten. Auf Französisch. Als die Kellnerin irgendwelche unverständlichen Fragen stellte, antwortete Julia mit einem unbedachten "Oui!" und weg war die Kellnerin. Darauf folgte ein Lachkrampf von uns beiden, immerhin wussten wir nun nicht genau, was wir wirklich bestellt hatten. Stellte sich aber - glücklicherweise - tatsächlich als zwei Gläser Rotwein, Landpastete, Flammkuchen und Burger heraus :-D









Zufrieden und satt genossen wir noch kurz Paray-le-Monial bei Nacht und fuhren dann zum Campingplatz zurück.





Am nächsten Morgen entschieden wir eine weitere Nacht in Paray-le-Monial anzuhängen. Höchste Zeit um uns eine kleine Pause zu gönnen und auch unsere Fahrräder hatten wieder einmal ein wenig Wartung nötig.




Außerdem hatten wir am Campingplatz allerliebste Gesellschaft! Unser Vier-Jahreszeiten-Zelt ließen wir in der Nacht nach wie vor geöffnet, weil es zu zweit da drinnen sonst einfach zu heiß wird. Morgens wurden wir geweckt, weil sich jemand an unsere Köpfe gekuschelt hatte: Campingkater Olaf ♥





Hier nochmals die Strecke zum Mitradeln:




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