Ans Ende der Welt - Etappe 43: Von Finisterre nach Muxía




Auf den herrlichen Sonnenuntergang folgte ein herrlicher Sonnenaufgang. Dafür mussten wir das Zimmer allerdings nicht verlassen, das Hotelzimmer hatte perfekten Blick Richtung Osten.



Eigentlich hatten wir einen Ruhetag geplant, waren uns aber nicht sicher, was wir einen weiteren ganzen Tag in Finisterre anstellen sollten. Also entschieden wir doch ein Stück mit dem Fahrrad zu fahren: etwa 30 Kilometer in Richtung Norden zum Wallfahrtsort Muxía.




Eine gute Entscheidung! Am Camino a Fisterra von Finisterre nach Muxía fährt man durch schöne Landschaft...




... oder entlang von wunderschönen Stränden. Vor allem der Praia do Rostro ist es wert die Straße für eine kleine Wanderung über die Dünen zu verlassen. Der einsame und etwa zwei Kilometer lange Strand ist wirklich ein paradiesischer Fleck ♥









So traumhaft ging es auch weiter...





... allerdings ist die Infrastruktur auf dem Weg nicht so gut, wie wir es mittlerweile gewöhnt waren. In Lires fanden wir ein kleines Café, das zwar nicht geöffnet, aber eine kleine Aussichtsplattform mit mehreren Automaten hatte. Becherkaffee und Süßkram aus dem Automaten war zwar nicht das kulinarische Highlight unserer Reise, aber besser als nichts.




Über den Río do Castro ging es über eine kleine Steinbrücke. Im Wasser gibt es daneben die Überreste einer alten Fußgängerbrücke zu bewundern. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass man darauf trockenen Fußes auf die andere Seite gelangt ;-)






Die weitere Strecke führte über kleine idyllische Wege oder verkehrsarme Nebenstraßen. Je näher wir Muxía kamen, umso stärker wurde der Gegenwind. Schon vorab hatte uns der Wetterbericht vor dem starken Wind gewarnt, aber nachdem wir an diesem Tag nur 30 Kilometer vor uns hatten, hatten wir diesen nicht weiter ernst genommen.





Kurz vor Muxía gibt es einen weiteren Traumstrand, den Praia de Lourido. Dort dürfte es mit der Ruhe aber bald vorbei sein, unmittelbar daneben wird gerade ein großes Hotel gebaut.





Wir kämpften uns weiter gegen den Gegenwind zur Wallfahrtskirche A Virxe da Barca. Die Kirche stammt zwar aus dem 18. Jahrhundert, wurde aber bei einem Feuer Weihnachten 2013 schwer beschädigt und neu aufgebaut.





Auch hier in Muxía endet der Jakobsweg, weswegen wir einen weiteren 0,00km Stein besuchen konnten.




Als wir dort rumspazierten hatten wir übrigens weiterhin mit ziemlich starken Wind zu kämpfen. Teilweise fiel sogar das Gehen schwer und alles musste gut festgehalten werden, unter anderem die Handys beim Fotografieren.






Trotzdem kletterten wir einige Zeit dort herum: die Klippen und der aufbrausende Atlantik sorgten für eine tolle Stimmung. Darüber waren wir äußerst froh, immerhin hatten wir Angst, dass wir nach Finisterre und Santiago de Compostela von diesem Ort enttäuscht werden würden.






Zurück in Muxía erweiterten wir unsere Sammlung an Urkunden um ein weiteres Exemplar: in der Touristeninformation holten wir uns die Muxíana.




Im Hotel Rustica Alamana bekamen wir ein sehr schönes und gemütliches Zimmer und hervorragendes Abendessen in Form von Ensalada Mixta und Raxo con Patatas: Schweinelende auf galicische Art, die so köstlich war, dass wir uns gleich eine zweite Portion nachbestellt haben ;-)

Hier nochmals die kurze, aber äußerst empfehlenswerte Strecke von Finisterre nach Muxía:




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