Österreichrunde - Etappe 2: Von Eibiswald zum Völkermarkter Stausee




Von Eibiswald führte uns der Weg stetig bergauf in Richtung Radlpass. Die kurvenreiche Passstraße, die das steirische Eibiswald mit dem slowenischen Radje ob Dravi verbindet, bringt einem einen kleinen Umweg über Slowenien ein, gilt aber als leichter zu fahren als über die Soboth. Glücklicherweise war die Straße auch nicht allzu stark befahren, nur ein paar Lastwagen und Lieferwagen überholten uns auf dem Weg nach oben.







Oben angekommen erwartet einen die österreichisch-slowenische Grenze...




... eine wunderschöne Aussicht ins Drautal ...




... und die wohlverdiente Abfahrt! Durch das gleichmäßige Gefälle eine der gemütlichsten Abfahrten überhaupt 👍




Zeit für unser zweites Frühstück! Also kehrten wir in Muta im Gasthaus Pri Lipi ein und ließen uns Buchweizenstrudel, Apfelstrudel und Kaffee schmecken.




Weiter ging es entlang des Drauradweges, den wir von der Drauquelle bis Villach bereits bei unseren (Radl-)Flitterwochen gefahren waren. Nun wurde es endlich Zeit den beliebten Radweg auch von Radlje ob Dravi bis nach Villach kennenzulernen. Anfangs verläuft der Drauradweg hier auf verkehrsarmen Nebenstraßen und Schotterwegen, größtenteils durch den Wald.







In Dravograd verließen wir den idyllischen Waldweg und radelten auf der breiten Fußgänger- und Radfahrerbrücke an das andere Drauufer. Ab dort verläuft der Drauradweg wieder vermehrt neben stärker befahrenen Straßen.






Nur knapp fünf Kilometer später beendeten wir unseren Kurzausflug nach Slowenien und radelten wieder über die Grenze zurück nach Österreich.




Mit der Ankunft in Lavamünd freuten wir uns nicht nur über eine kleine Jausenpause mit den obligatorischen Wurstsemmeln, sogar die Sonne zeigte sich endlich wieder!




Ein Highlight am Drauradweg ist die Hängebrücke St. Luzia. Die Stahlseil-Brücke ist 140 Meter lang und 60 Meter hoch und eine Herausforderung für Menschen mit Höhenangst. Vor allem, weil die Brücke beim Drübergehen klarerweise ein wenig mitschwingt; das Drüberfahren ist ohnehin verboten. Julia kostete es ein wenig Überwindung die Brücke zu betreten, aber dann wurde das Hindernis schnell und ohne zu zögern überwunden, auch wenn sie auf halber Strecke begann sich zu ducken - als ob das was bringen würde 😂






Kurz darauf führt der Drauradweg auch noch über die Jauntalbrücke, mit 96m eine eine der höchsten Eisenbahnbrücken Österreichs. Auch der Weg über diese Brücke kann für Höhenangstgeplagte unangenehm werden, vor allem wenn zeitgleich ein Zug über die Brücke saust 😶





Für uns führte der Weg aber nicht über die Jauntalbrücke; wir statteten ihr nur einen kurzen Besuch ab und bogen dann ab in Richtung Völkermarkter Stausee.




Nach Rinkenberg wurden wir auf einen nicht wirklich fahrradtauglichen Weg navigiert. Die anfangs noch gewöhnliche Schotterstraße wurde zu einem Wanderweg und schließlich zu einem ... naja ... Wiesenweg durch den Wald. Umkehren wollten wir zu dem Zeitpunkt nicht mehr, immerhin waren wir schon einige Kilometer dort unterwegs, also hieß es zur Abwechslung mal wandern statt radeln 😉




Dafür gab es oben angekommen ein schönes Marterl zu bewundern...




... und eine weitere Überraschung hielt der "Fahrradweg" hier für uns bereit: wir waren wieder am Jakobsweg unterwegs ❤




Ein paar Kilometer später schlugen wir unser Zelt am Stauseecamping in Dullach auf, einem großen Campingplatz direkt am Völkermarkter Stausee. Von den vielen Dauercampingplätzen befanden sich die meisten schon im Herbst-/Winterschlaf, nur zwei weiteren Radfahrerinnen und einigen Fischern begegneten wir hier.




weiter zu Etappe 3: Vom Völkermarkter Stausee zum Wörthersee

Kommentare