Bikerafting: Ausrüstung und erstes Probepaddeln

*Dieser Blogbeitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Markennennung/Verlinkung*


Nachdem wir nun schon viel zu lange um das Thema "Bikerafting" herumgeschlichen sind, nutzten wir die viele Zeit zuhause um uns weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen und uns endgültig auch die dafür benötigte Ausrüstung zusammenzustellen. 

Unter Bikerafting versteht man die Kombination von Bikepacking und Packrafting, sprich mit dem Fahrrad fahren und ein Boot dabeihaben, um dann am Ufer eines Flusses oder an einem See zu wechseln: das Boot wird aufgeblasen, Fahrrad und Gepäck werden auf das Boot geschnallt und weiter geht es am Wasserweg. Die dafür verwendeten Packrafts sind Schlauchboote, die sich durch kleines Packmaß und geringes Gewicht auszeichnen, um sie problemlos im Rucksack oder der Satteltasche transportieren zu können. Trotzdem sind sie stabil und robust und können je nach Modell sogar auf Wildwasser zum Einsatz kommen.

Unsere Ausrüstung

Nach schier endlosen Vergleichen von verschiedensten Marken und Modellen und einigem Hin und Her entschieden wir uns für das Anfibio Sigma TX von Anfibio Packrafting. Ausschlaggebend dafür waren vor allem Größe und Tragkraft bei geringem Gewicht und kleinem Packmaß.
Da es sich dabei eigentlich um einen Zweisitzer handelt, bietet das Packraft einen großzügigen Innenraum. So haben wir zukünftig (hoffentlich) kein Platzproblem mit Fahrrad und Gepäck oder können eventuell auch zu zweit in einem Boot rumpaddeln. Trotzdem hat das Anfibio Sigma TX ein kleines Packmaß von ca. 30x20cm und ein Gewicht von gerade einmal 2,5 kg.
Zu unserer Ausrüstung gehören weiters noch aufblasbare Sitze, Blasesack, einfache Doppelpaddel und aufblasbare Schwimmwesten.




Erstes Probepaddeln auf der Sulm

Vergangenes Wochenende hatten wir erstmals die Gelegenheit unsere neuen Packrafts auszuprobieren. Obwohl der Wetterbericht uns ursprünglich einen Strich durch die Rechnung machen wollte, wurden wir gegen Mittag von Sonnenstrahlen und halbwegs warmer Frühlingssonne überrascht. Also wurde schnell alles zusammengepackt, ins ohnehin schon viel zu lange rumstehende Auto verladen und zum Ziel unserer ersten Paddeltour gefahren. Die Fahrräder blieben diesmal noch an Land, immerhin sollten wir unsere Packrafts gut unter Kontrolle haben, bevor wir unsere Bromptons draufschnallen und mitnehmen - schließlich wollen wir sie nicht irgendwo versenken! 😉

Aufgepumpt werden die Packrafts - relativ schnell - mit dem mitgelieferten Blasesack, der am unteren Ende ein passendes Ventil hat. Dann noch die Sitze aufblasen und mit Gurt und Schnalle an der dafür vorgesehenen Stelle befestigen, die Paddel im gewünschten Winkel zusammenstecken, wasserdichten Packsack mit Ersatzkleidung und allen mitgenommenen Dingen ebenfalls im Boot befestigen, Schwimmwesten anziehen und fertig!

Hier das ganze Prozedere von unserem ersten Versuch im Schnelldurchlauf:



Für unsere erste Flusswanderung hatten wir uns die Strecke auf der Sulm von Heimschuh zum Steinernen Wehr ausgesucht, die wir im letzten Jahr schon einmal gepaddelt sind. Die Sulm ist nicht breit, nur selten tief und fließt meist gemütlich dahin. Nur einige Stellen und Kurven mit Strömung erfordern etwas Geschick, also perfekt um die Ausrüstung auszutesten - und vor allem um zu lernen damit umzugehen.







Eine der gemütlichen Kiesbänke nutzten wir für eine kleine Naschpause. Nächstes Mal müssen wir uns für diese Situation wohl auch unseren Kaffeekocher mitnehmen. Und unsere Helinox-Sessel 😉😂





Und wieder weiter! Nach der anfänglichen Aufregung ging es nun immer entspannter für uns dahin. Abgesehen von einer Stand-Up-Paddlerin waren wir auch ganz alleine auf der Sulm unterwegs.






Nur an einigen Stellen war der Wasserstand zu gering zum Paddeln, sodass wir aussteigen und kurz kneippen mussten. Glücklicherweise sorgte die Frühlingssonne dafür, dass uns dabei nicht allzu kalt wurde 😉



Die meiste Zeit hatten wir aber beste Gelegenheit zum Dahinpaddeln und Treibenlassen 💙




Am Steinernen Wehr angekommen, radelte Walter mit dem zuvor hier abgestellten Fahrrad über den Sulmtalradweg zurück nach Heimschuh um unser Auto zu holen. All unser Krimskrams wurde wieder zusammengerollt und eingepackt und dann ging es wieder nach Hause. Daheim angekommen begann der längst erwartete Regen. So mögen wir das! 😅



Und wie geht´s weiter?

Bevor wir uns an den nächsten Schritt wagen und mit Beladung rumpaddeln, stehen uns noch viele Übungsstunden auf Sulm und Mur bevor, wo wir uns weiter mit den Packrafts vertraut machen, lernen mit Strömungen umzugehen und Hindernissen bewusst auszuweichen. Und für mich (Julia) heißt es sich weiter mit der Angst vor tiefen Gewässern auseinanderzusetzen um nicht immer nur am Ufer rumzudümpeln... Also: Fortsetzung folgt 💙

Kommentare