Österreichrunde - Etappe 9: Vom Wolfgangsee nach Altaussee





Nachdem kein einziges Wölkchen am Himmel zu sehen war und die Sonnenstrahlen rasch wärmend wirkten, zogen wir uns für unseren Frühstückskaffee nicht wieder in den schönen Aufenthaltsraum zurück, sondern genossen diesen vor unserem Zelt. In der Nacht hatte es gerade einmal 4°C und einige unserer Campingnachbarn zeigten sich sichtlich erleichtert darüber, dass wir so gut gelaunt dort saßen. Immer wieder wurden wir angesprochen, wie kalt die Nacht doch für uns gewesen sein musste. Dass unser Zelt ein 4-Jahreszeiten-Zelt ist und unsere Schlafsäcke noch ganz andere Temperaturen schaffen sollten, nahmen die meisten nur mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis.




Von Abersee ging es mit der Personenfähre hinüber nach St. Wolfgang im Salzkammergut - und damit auch gleich in das nächste Bundesland auf unserer Reise: nach Oberösterreich.







Bekannt ist St. Wolfgang im Salzkammergut nicht zuletzt wegen dem Hotel "Im Weissen Rössl am Wolfgangsee",  Schauplatz der gleichnamigen Operette von Ralph Benatzky und auch Filmlocation der legendären Verfilmung mit Peter Alexander. Die Hotelfassade zieren mittlerweile die Noten vom Titellied - nun hatten wir zu unserem Ohrwurm auch endlich die passenden Noten...




Klarerweise tummelten sich vor der Seeterrasse des Hotels zahlreiche Reisegruppen, trotzdem nutzten wir den Platz für eine ausgedehnte Pause...




... genossen den Blick auf den See...




... und kehrten auch noch für einen Kaffee ein. Dreimal dürft ihr raten, welcher Soundtrack im Restaurant gespielt wird. Oh mei, den Ohrwurm wird man dort wirklich nicht mehr los!





Von St. Wolfgang radelten wir noch kurz auf dem Salzkammergutradweg und folgten schließlich dem Dammweg entlang der Ischl weiter nach Bad Ischl, dem nächsten Touristenmagnet der Region.







Der Kurort war die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. und wird daher meist auch nur als "die Kaiserstadt" bezeichnet. Nicht nur die Kaiservilla ist eine Besichtigung wert, auch die zahlreichen Gebäude aus der Zeit der Monarchie im Ortszentrum sind sehenswert. Und in den Cafés lässt sich ganz herrlich zu Häferlkaffee und Mehlspeise einkehren. Oder wie wir es nennen: zweites Frühstück!




Ursprünglich wollten wir unsere Route entlang des Salzkammergutradwegs zum Hallstättersee fortsetzen. Davon wurde uns wegen der vielen Touristen dort allerdings abgeraten. Mit vollbepackten Fahrrädern durch die "Touristenhochburg" klingt nicht unbedingt gemütlich. Stattdessen bekamen wir von dem Radfahrerpärchen, das wir in Golling an der Salzach kennengelernt hatten, den Tipp über die Blaa Alm nach Altaussee zu radeln. Ein wirklich toller Tipp - danke nochmals dafür! Statt auf viel besuchten Straßen radelten wir hier beinahe alleine durch das Rettenbachtal.







Die geschotterte Straße führt stetig, aber eher gemäßigt bergauf zur Rettenbachalm, wo große Almwiesen, viele viele Kühe und ein erster Blick auf den Loser für diesen fast schon kitschigen Ausblick sorgen.





Ab der Rettenbachalm gibt es vereinzelt sehr grobschottrige und teilweise auch steilere Stücke. Von 1905 bis 1907 wurde hier eine Solenleitung mit einer Länge von 18 Kilometern von Altaussee nach Bad Ischl gebaut.









Kurz vor der Blaa Alm ging es noch einmal kurz steil bergauf und schon lagen die schönen Almwiesen vor uns. Und damit waren wir auch schon wieder zurück in der Steiermark 💚





Im Almgasthof legten wir eine weitere Pause ein und machten es uns auf der schönen Sonnenterrasse gemütlich. Inklusive "kleiner" Nachmittagsjause...





Hinunter nach Altaussee führt der Weg auf einer asphaltierten Straße, dafür muss man sich diese mit den Autos und Reisebussen teilen, die den bequemeren Weg auf die Blaa Alm gewählt haben. Den Ortskern von Altaussee und den See sparten wir uns für den folgenden Tag auf, stattdessen radelten wir gleich weiter zum Campingplatz...




... dem Camping Temel in Puchen unweit des Altausseer Sees. Inmitten der Bergkulisse und mit herrlichstem Blick auf die bereits untergehende Sonne ließen wir den wunderschönen (Radl-)Tag vor unserem Zelt ausklingen.












Als die letzten Sonnenstrahlen hinter den Bergen verschwanden wurde es allerdings rasch ziemlich kalt vor unserem Zelt. Also schnell in die Schlafsäcke kuscheln und den Sonnenuntergang vom Zelt aus genießen ❤




Übrigens die kälteste Nacht unserer Reise und sogar die kälteste Nacht in unserem Zelt bisher: das Thermometer zeigte in der Nacht gerade einmal 1°C! Ein Hoch auf unsere Ausrüstung!




weiter zu Etappe 10: Von Altaussee nach Irdning

Kommentare

  1. Gibt's im Weißen Rössl noch den Franz-Josef- und den Sisi-Eisbecher? Meine deutschen Touristen haben immer den Franz-Josef-Strauß-Becher bestellt..... Für die war klar, dass Franz-Josef ihr Strauß sein muss. Unseren Kaiser hatten die nicht auf dem Radar. Ist aber schon lange her..... :-)
    caterina

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    1. Hab ich nicht gesehen, aber ich hab die Karte auch nur kurz überflogen, wollten ja nur einen Kaffee :-)

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