DIY: Aufbewahrung für Werkzeug und Radreise-Küche

Diese Woche startete mit sehr guten Neuigkeiten: am 1. Mai enden in Österreich die Ausgangsbeschränkungen und langsam aber doch soll der Weg wieder zum gewohnten Alltag zurückgehen. Auch wenn es wohl noch eine Weile dauern wird, bis alles wieder "normal" läuft, freuen wir uns riesig darauf, dass unser Radius nun endlich wieder größer wird. Abgesehen von zwei kleinen Ich-Muss-Hier-Dringend-Raus-Runden haben wir das Radfahren in den letzten Wochen immer mit notwendigen Wegen verbunden.
Stattdessen haben wir sehr viel Zeit in unserem kleinen Garten verbracht, auf Instagram und Facebook Erinnerungsfotos gegen den Indoorkoller geteilt, erste Interviews mit Radreisenden geführt (kommen in Kürze) und uns endgültig mit dem Thema "Bikerafting" beschäftigt und unsere Ausrüstung zusammengestellt (auch das in Kürze, versprochen 😉).
Vor allem aber wurde in den letzten Wochen sehr viel genäht. Nach vielen vielen Gesichtsmasken für Familie, Freunde und Bekannte konnte ein bereits lang geplantes Upcycling-Projekt für zukünftige Radreisen verwirklicht werden: aus einem ausgedienten Mikrofaserhandtuch entstanden Werkzeugrolle, Beutel und Taschen, die für ein wenig mehr Ordnung in den Satteltaschen sorgen sollen. Da wir uns bei unseren Reisen auf je zwei Satteltaschen und eine Lenkertasche beschränken, tummelt sich unser ganzer Krimskrams von Kleidung, über Kulturbeutel, Campingzeug bis hin zum Werkzeug auf kleinstem Raum. Zwar hat jeder von uns mittlerweile ein gutes System, was wo verstaut (und dort auch wieder gefunden) wird, trotzdem kann ein wenig mehr Ordnung und Übersichtlichkeit nicht schaden. Und eine willkommene Abwechslung zu all den Gesichtsmasken war das Nähprojekt außerdem...

Werkzeugrolle

Bisher war unser Werkzeug in einem einfachen - ebenfalls selbstgenähten - Beutel zu finden. Abgesehen davon, dass die Suche nach bestimmten Teilen nicht immer lustig war, klapperte das Werkzeug darin aneinander. Als Lösung überlegten wir uns eine Werkzeugrolle, die genügend Platz für unser Werkzeug bietet und trotzdem klein genug ist, um ganz unten und somit in den schmälsten Teil der Satteltasche zu passen. 





Um die benötigte Größe zu bestimmen, wurde das benötigte Werkzeug mit genügend Abstand auf einen Bogen Papier gelegt. Die maximale Breite wurde vom längsten Teil, der Fahrradpumpe, und vom schmälsten Teil der Satteltasche begrenzt. Dann konnte es auch schon losgehen: aus einem ausgedienten Mikrofaserhandtuch wurde ein passendes Teil ausgeschnitten und nach und nach mit Halterungen versehen. Gehalten wird das Werkzeug von einem breiten Gummiband und mehreren aufgenähten passenden Taschen, die ebenfalls aus dem Handtuch gearbeitet wurden und mit Druckknöpfen und Reißverschluss verschlossen werden.
Neben dem Upcycling-Gedanken hat das gewählte Material den Vorteil, dass es halbwegs leicht, aber trotzdem strapazierfähig und unempfindlich ist.






Zwischen den einzelnen Werkzeugteilen wurde genügend Abstand eingeplant, um die Werkzeugrolle gut einrollen zu können, aber auch um ein Zusammenstoßen der einzelnen Teile zu verhindern. Auch angenähte Streifen, die vor dem Einrollen über das Werkzeug gelegt werden, sollen das Werkzeug vor dem Zusammenklappern untereinander und somit vor einem unnötigen Abrieb schützen. Verschlossen wir die zusammengerollte Werkzeugrolle mit einem dünnen Gummiband und einem Knopf. Letzteren müssen wir aber erst finden bzw. besorgen. In der Zwischenzeit wird die Werkzeugrolle einfach mithilfe eines Buttons verschlossen, der mit dem Aufdruck "Let´s go for a ride" passender wohl nicht sein könnte ❤







Radreise-Küche

Für eine ordentliche Aufbewahrung unserer Radreise-Küche wurde ein bestehende Kühltasche umgearbeitet. Die kleine Kühltasche aus recyceltem Material (auf folgendem Foto rechts) war ein Mitbringsel aus Amsterdam und schon auf mehreren Radreisen im Einsatz. Die Tasche ist klein und leicht, aber stabil genug um mit einem Schneidebrett als Mini-Tisch bzw. als Ablage fern von hungrigen Wiesenbewohnern zu fungieren. Und gerade bei sommerlichen Temperaturen kann die zusätzliche Isolationsschicht innerhalb der Satteltasche auch nicht schaden. Allerdings störte uns das ständige Suchen und "Rumrühren" in dem kleinen Täschchen, also wurden darin mit einigen breiten Gummibändern und Stoffresten passende Halterungen befestigt. Positiver Nebeneffekt: die Gewürz- und Kaffeegläschen stoßen nicht mehr aneinander und sind dadurch auch besser geschützt.
Aus den Resten des Mikrofaserhandtuchs, einem dünnen Gummiband und farblich passenden Schnellverschlüssen entstanden dann noch viele kleine und große Aufbewahrungsbeutel für Töpfe & Co.
So ist alles halbwegs ordentlich und übersichtlich verstaut und das lästige Scheppern innerhalb der Satteltaschen hat sich auch erledigt.








Als nächstes werden wohl einige Baumwolljersey-Stoffe aus dem hauseigenen Stofflager über den Nähtisch wandern und zu neuen Radlshirts verarbeitet. Und dann wird es hoffentlich Zeit um all die neugenähten Projekte auch zu verwenden bzw. zu tragen ❤

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